Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Geltungsbereich

Diese AGB gelten für die Nutzung der Vermittlungsplattform „Airport Transfer Desk Innsbruck" (nachfolgend „Plattform") durch registrierte Firmen (Auftraggeber) und Fahrer (Auftragnehmer).

2. Leistung der Plattform

Die Plattform vermittelt Personen- und Flughafentransfers zwischen Firmen und Fahrern. Es kommt kein Beförderungsvertrag mit dem Betreiber zustande, sondern ausschließlich zwischen der Firma und dem Fahrer bzw. dem Endkunden. Der Betreiber tritt reiner Vermittler auf.

3. Registrierung

Firmen müssen bei der Registrierung ihre ATU-Nummer und Firmenbuchnummer angeben. Fahrer benötigen die notwendigen Personenbeförderungs- und Gewerbeberechtigungen. Die Registrierung erfolgt aktuell nur auf Einladung.

4. Verkauf von Aufträgen (Marktplatz)

Registrierte Firmen können freie Aufträge, die sie selbst nicht ausführen möchten oder können, über den Marktplatz der Plattform zum Verkauf anbieten. Der Verkauf erfolgt nach folgenden Regeln:

5. Provisionsregeln und Abrechnung

Für die Vermittlung eines Auftrags über den Marktplatz erhält der Betreiber eine Vermittlungsprovision in Höhe von 15 % auf den vom Fahrer bzw. der übernehmenden Firma gewünschten Netto-Betrag. Die Abrechnung ist getrennt und transparent:

6. Pflichten der Nutzer

7. Widerruf, Storno und Rückerstattung

Die folgenden Regelungen gelten für die Einstellung, Annahme und Ausführung von Aufträgen über den Marktplatz sowie für die damit verbundenen Zahlungen (Fahrerpreis und Plattform-Provision gemäß Abschnitt 5).

7.1 Widerrufsrecht

Die Plattform richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 1 KSchG(registrierte Firmen mit ATU-/Firmenbuchnummer sowie gewerbliche Fahrer). Ein gesetzliches Verbraucher-Widerrufsrecht (FAGG) besteht daher nicht. Der Endkunde eines Transfers ist nicht Vertragspartner des Betreibers; sein Vertragsverhältnis besteht ausschließlich mit der ausführenden Firma.

7.2 Storno durch den Auftraggeber (verkaufende Firma)

7.3 Storno durch die übernehmende Partei (Fahrer/Firma)

7.4 Höhere Gewalt

Kann ein Auftrag aus Gründen höherer Gewalt (z. B. Sperre des Flughafens, Naturereignis, behördliche Anordnung) nicht ausgeführt werden, wird der Fahrerpreis vollständig rückerstattet. Die Plattform-Provision wird ebenfalls erstattet.

7.5 Mangelhafte Ausführung

Bei nachweislich mangelhafter Ausführung (z. B. erhebliche Verspätung durch den Fahrer, Fahrzeug ungeeignet, unprofessionelles Verhalten) kann der Auftraggeber innerhalb von 7 Tagen nach dem Transfer eine Rückerstattung geltend machen. Der Betreiber prüft den Vorfall und entscheidet über eine anteilige oder vollständige Rückerstattung des Fahrerpreises. Die Plattform-Provision wird in diesem Fall anteilig mit erstattet.

7.6 Abwicklung der Rückerstattung

7.7 Streitfälle zwischen Nutzern

Bei Streitigkeiten zwischen Auftraggeber und ausführender Partei kann der Betreiber vermitteln, tritt jedoch nicht als Schiedsstelle auf. Weitergehende Ansprüche sind direkt zwischen den beteiligten Firmen zu klären.

8. Haftung

Der Betreiber haftet nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Für die tatsächliche Durchführung des Transfers, dessen Qualität, Verspätungen oder Schäden haftet ausschließlich der ausführende Fahrer bzw. dessen Unternehmen.

9. Kündigung

Nutzer können ihr Konto jederzeit ohne Angabe von Gründen löschen lassen. Der Betreiber kann Konten bei Verstoß gegen diese AGB sperren.

10. Streitbeilegung, anwendbares Recht und Gerichtsstand

10.1 Anwendbares Recht

Auf sämtliche Rechtsverhältnisse zwischen dem Betreiber (Pegasus Group GmbH) und den registrierten Nutzern findet ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts Anwendung.

10.2 Interne Streitbeilegung

Nutzer sind angehalten, Streitigkeiten aus einem über die Plattform vermittelten Auftrag zunächst direkt untereinander gütlich zu regeln. Kommt keine Einigung zustande, kann jede Partei den Betreiber schriftlich unter kontakt@airport-transfermarkt-innsbruck.com um Vermittlung ersuchen. Der Betreiber prüft den Sachverhalt anhand der auf der Plattform gespeicherten Daten (Chatverlauf, Statusprotokoll, Standort-/Fotobelege) und unterbreitet binnen 14 Tagen einen Schlichtungsvorschlag. Der Betreiber tritt dabei ausdrücklich nicht als Schiedsgericht auf.

10.3 Online-Streitbeilegung (OS-Plattform)

Da die Plattform ausschließlich Rechtsgeschäfte zwischen Unternehmern (B2B) vermittelt, ist eine Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle weder verpflichtend noch vorgesehen. Rein informativ: Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit unter ec.europa.eu/consumers/odr.

10.4 Gerichtsstand

Als ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB, dem Nutzungsverhältnis zur Plattform sowie den über die Plattform vermittelten Aufträgen wird das sachlich zuständige Gericht in Innsbruck, Österreichvereinbart. Der Betreiber ist berechtigt, den Nutzer auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu klagen.

10.5 Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen dadurch nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt jene wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

Stand: September 2026. Vor Veröffentlichung bitte durch eine Anwaltskanzlei prüfen lassen.

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